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Australier übernehmen Aktienhandelsgeschäft von Sal. Oppenheim


Die australische Großbank Macquarie ist weiter auf Einkaufstour in Deutschland unterwegs. Die Bank vom anderen Ende der Welt übernimmt das Aktienhandelsgeschäft von Sal. Oppenheim, wozu die Bereiche Reasearch, Equity Sales und Trading zählen, wie das Unternehmen heute in Frankfurt mitteilte.

Allerdings werden nur gut die Hälfte der bislang etwa 100 in diesem Bereich Beschäftigten bei den Australiern unterkommen. Laut der Agentur Reuters arbeitet Sal. Oppenheim für die übrigen Mitarbeiter an Aufhebungsverträgen.

Fast drei Viertel der Mitarbeiter stammen von Sal. Oppenheim

Bereits Ende Dezember hatte Macquarie 90 Beschäftigte der Derivate-Sparte Sal. Oppenheims übernommen, womit die Zahl der ehemaligen Mitarbeiter der Kölner Privatbank auf 140 steigt. Innerhalb des australischen Großbank werden diese Bereiche Macquarie-Securities zugeordnet, die bislang in Deutschland nicht vertreten war.

In 2009 zählten die Australier gerade einmal 50 Beschäfte in den Unternehmensbereichen Capital und Funds, die sich auf die Standorte Frankfurt und München verteilten. Mithin werden ab April rund drei Viertel der deutschen Macquarie-Mitarbeiter von Sal. Oppenheim stammen. Branchenkreisen zufolge sollen die Beschäftigten künftig auch im ehemaligen Domizil von Sal. Oppenheim in Frankfurt residieren.

Strategischer Schritt nach Kontinentaleuropa

Macquarie will mit dem Zukauf seine Position in Deutschland und Kontinentaleuropa stärken. Bislang waren die Australier in den relevanten Geschäftsbereichen vor allem in London tätig, wo auch die Europazentrale angesiedelt ist.

„Diese Transaktion ist ein logischer Schritt zur Weiterentwicklung von Macquaries Aktiengeschäft, da sie unsere Aktivitäten auf Kontinentaleuropa ausdehnt und uns in Deutschland eine starke Position verleiht,“ erklärt der Leiter des europäischen Aktiengeschäftes von Macquarie Alan Watson.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank mit den Bereichen Wealth- und Asset-Management die Kernbereich Sal. Oppenheims übernommen, die sich ehemals als größte Privatbankengruppe in Europa rühmte. Infolge der Finanzkrise und der Arcandor-Pleite, deren Hausbank Sal. Oppenheim war, war die Kölner Bank in Schwierigkeiten geraten.

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